Stumm Moritz

Moritz Stumm beschäftigt sich mit der Ikonographie von Gewalt, Protest und Macht. Gewalt und Aggression spielen eine wichtige Rolle in der Bildsprache der Sub- und bestimmter Spielarten der Popkultur, deren Motive für ihn Ausgangspunkt für sein Schaffen sind. Das Auftreten vieler Bands und Künstler dieses Kultur spielt genreübergreifend mit martialischen Gesten, so zum Beispiel wenn „Public Enemy“ oder „Underground Resistence“ in ihrem paramilitärischen Auftreten der Black Panther Bewegung huldigen. Die Faszination des Bedrohlichen und die Lust an der Zerstörung lässt sich sowohl an dem Cover einer Hardcoretechno-Compilation („Thunderdome“) als auch am Bild eines brennenden Autos auf einem Dead Kennedys Album ablesen. Der dargestellte Gestus von Rebellion ist dabei sowohl Attitüde als auch ernst gemeintes Statement. Intendierter politischer Kampf und die Transponierung von Zerstörungslust gehen hier Hand in Hand. Seine Arbeiten können als Abbild unmittelbarer Wirklichkeit gesehen werden, korrespondieren aber gleichzeitig mit Entnahmen aus der Sub- und Popkultur und bilden somit eine Verschränkung von Fiktionalität und Realität. Immer wieder beschäftigt Moritz Stumms Werk sich mit der Fragestellung: Was fasziniert an Gewalt und Aggression? Was stammt diese Faszination? Wie kommt zu deren Ästhetisierung? Viele seiner Arbeiten spiegeln diese Phänomene auf der einen Seite konkret wieder, auf der anderen Seite abstrahiert er sie. Moritz Stumm wurde 1981 in Marburg geboren und arbeitet als VJ und bekam bereits als Musikvideoregisseur internationale Anerkennung, bevor er Bildende Kunst an der UdK Berlin studierte. Er betreibt das Label „Flipping the Coin Records“, das musikalische Arbeiten bildender Künstler veröffentlicht.

Ausserdem
Diskussion

Blockchain: Mehr als ein Hype?

Ein Panel zu den Möglichkeiten von Blockchain in der Musikindustrie im Rahmen des m4music Festivals.

m4music Festival
Ausstellung

Agnes Meyer Brandis

Die erste Einzelausstellung der deutschen Künstlerin in der Schweiz.

Basel