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Moon Goose Colony, videostill, 2011 © Agnes Meyer-Brandis, VG-Bildkunst 2017
Ausstellung

Wolkenkerne, Mondgänse und Wanderbäume

Artist / Referent

Veranstaltungen

Do 07. September - So 12. November 2017, Basel

„Wolkenkerne, Mondgänse und Wanderbäume“ ist die erste grosse Einzelausstellung von Agnes Meyer-Brandis in der Schweiz. Die Ausstellung der deutschen Künstlerin wurde durch das HeK in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent produziert.

Wenn Meyer-Brandis Wolkenkerne in der Schwerelosigkeit eines Parabelflugs untersucht, dann entfaltet sie ein komplexes Spiel zwischen Wissenschaft und Kunst. Auf der Spur wenig erforschter Naturphänomene wie der Migration von Bäumen erkundet sie den Raum zwischen festem Grund und den Sphären der Phantasie. Ihre Beobachtungen und Trainings von Mondgänsen sind Poesie und Forschung gleichermassen.

Die Ausstellung wird mehrere raumgreifende Installationen, Videos sowie Referenzen, Skizzen und Notationen zu Meyer-Brandis’ vielfältiger Forschung beinhalten. Als übergeordnete Bezugsgrösse hat sie das „Forschungsfloss – Institut für Kunst und subjektive Wissenschaft“ gegründet, dem ihre Arbeiten in verschiedenen Abteilungen zugeordnet sind.

Mit dem „Wolkenkern-Scanner“ warf sie ihren Blick in den Himmel und erforschte Aerosole in der Schwerelosigkeit. Eingeladen von der deutschen Raumfahrtagentur führte sie während eines Parabelflugs mehrere Experimente durch. Die dabei entstandenen Videoarbeiten sind in der Ausstellung zu sehen.

Mit dem „Moon Goose Experiment“ startete Meyer-Brandis ein gross angelegtes und komplexes Projekt, an welchem sie seit 2008 arbeitet. Das Werk ist inspiriert von der fantastischen Erzählung „Man in the Moone“ von Frances Goodwin aus dem 17. Jahrhundert. In dieser beschreibt Goodwin eine abenteuerliche Reise zum Mond mit einem von Gänsen gezogenen Gefährt und schildert dabei sehr eindrücklich die Effekte der Schwerelosigkeit. Die Präsentation des Lebensraumes der Mondgänse und die Versuche eines Mondfluges mit den Gänsen wird eines der ausgestellten Projekte sein.


Zu ihrer aktuellen Forschung gehört das Phänomen der Baumwanderung. In den letzten Jahren war Meyer-Brandis mehrmals Gast auf der SMEAR* Waldforschungsstation in Hyytiälä , Finland. Erste Ergebnisse dieser Auseinandersetzung mit der Migration von Bäumen werden ebenfalls in Basel zu sehen sein.

Ausstellungsdauer und Öffnungzeiten:

Donnerstag, 7. September bis Sonntag, 12. November 2017
jeweils Mittwoch bis Sonntag 12–18 Uhr

Vernissage mit Künstlergespräch:

Mittwoch 6. September 2017, 18 Uhr

Eine Koproduktion mit dem HeK, Haus der elektronischen Künste Basel Konzipiert von Raphael Rogenmoser und Sabine Himmelsbach.

Ausserdem
Diskussion

Good Hack - Bad Hack?

Gesprächsrunde über die verschiedenen Facetten des Hackings.

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK