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Edition Digital Culture: Bände 1 - 6 im Schuber erhältlich

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Seit 2015 veröffentlichte das Migros-Kulturprozent in Zusammenarbeit mit dem Christoph Merian Verlag insgesamt sechs Bände der Publikationsreihe «Edition Digital Culture», die den digitalen Wandel der Gesellschaft aus einer kulturellen Perspektive untersucht. Die sechs Bände sind nun erstmals in einem eigens gestalteten Schuber erhältlich.

Der jüngste Band «Virtual Reality» (erschienen im Mai 2019) thematisiert den Wunsch der Überwindung der flachen digitalen Bildwelt hin zur Immersion in künstlich geschaffene und durch Datenschnittstellen wandelbare Umgebungen. Der Band beleuchtet das Potential der neuen Formen von Immersion im Bereich der Kultur mit Beispielen aus Film, Fernsehen, Museen, Kunst, Bildung, Unterhaltung und Gaming. Projekte wie Birdly, Desktop Jacob Burckhardt Digital oder das Werk von Mélodie Mousset werden vorgestellt. Seitenblicke auf die Industrie ergänzen die Darstellung. Ein umfangreiches Glossar im Anhang erklärt die wichtigsten Begriffe. Mit Beiträgen von Marc Bodmer, Jennifer Beck, Neal Hartman, Tina Sauerländer, Peggy Schoenegge, Maike Thies, Wolfgang Ullrich, Matthias Zehnder und Annina Zwettler.

Im März 2018 erschien der Band «Machines and Robots», der untersucht, wie Robotik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz unsere Lebensbedingungen verändern. Maschinen, Automaten und Roboter faszinieren die Künste seit jeher - mit der Digitalisierung, insbesondere künstlicher Intelligenz und Robotik, eröffnen sich gegenwärtig neue Möglichkeiten, die auch ethische Fragen aufwerfen. Der fünfte Band der Edition Digital Culture gibt Einblicke in aktuelle Forschungsfragen und erkundet künstlerische Potenziale und Fragestellungen, unter anderem an Projekten von Daniel Imboden und der !Mediengruppe Bitnik. Mit Beiträgen von Raffaello D’Andrea, Andreas Broeckmann, Roland Fischer, Martina Kammermann, Bruno Spoerri, Philipp Theisohn, Mads Pankow und Roland Wetzel.

Der Band «Digital Kids» (September 2016) portraitiert die kreative Medienwelt von Kindern und Jugendlichen. Neben der digitalen Vernetzung mit dem Smartphone hat die Technologie. eine Vielfalt von kreativen Werkzeugen geschaffen, sei es im Bereich Video, Audio, Computergames oder Programmierung. Wie gehen Kinder und Jugendliche im Alltag damit um? Das Buch versammelt Beispiele und Fallstudien und ergänzt sie mit Überlegungen aus der Sicht der Medienpädagogik und der Medienwissenschaft. Ein umfangreicher Anhang mit Hinweisen auf weiterführende Literatur und Youtube-Tutorials ergänzt die Beiträge. Mit Texten von Felix Bänteli und Effi Tanner, Marc Bodmer, Dominik Landwehr, Katharina Nill, Franz Josef Röll und Eike Rösch.

Der dritte Band «Public Domain» erschien im Oktober 2015 und geht der Frage. nach, was nach Ablauf des Urheberrechtes mit Werken geschieht. 70 Jahre nach dem Tod eines Urhebers werden dessen Werke zu öffentlichem geistigem Eigentum, sie sind gemeinfrei und gehören somit dem Publikum. Damit sind nicht nur mittelalterliche Texte, sondern auch Bücher und Werke aus dem 20. Jahrhundert frei. Die Digitalisierung hat dem Umgang mit diesen Werken zu einer neuen Dynamik verholfen. Public Domain ist für Museen, Bibliotheken, Archive und Galerien eine Herausforderung, aber auch eine Chance für den ganzen kulturellen Sektor. Im Buch werden die urheberrechtlichen Grundlagen von Public Domain erklärt und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung im Alltag der Kulturinstitutionen diskutiert. Breiten Raum nimmt das Thema Remix ein, das in Theorie und Praxis dargestellt wird. Ein ausführliches Glossar ist Teil der Publikation. Mit Beiträgen von Leonhard Dobusch, Merete Sanderhoff, Martin Steiger, Wolfgang Ullrich u. a.

Der Band «Hacking» wirft ein Schlaglicht auf die Schweizer MedienkünstlerInnen von vetoy›, ‹UBERMORGEN.COM›, ‹!Mediengruppe Bitnik› und ‹Hackteria›. Seit der Popularisierung der Computertechnologie durch Personal Computer und Internet übt die Strategie des Hackings eine besondere Faszination auf die Medienkunst aus. Ein Hack ist eigentlich eine gewitzte Lösung für ein Computerproblem. Hacken steht aber auch für das kreative Aufbrechen einer Technologie und den damit verbundenen Systemen. Ein Hacker will mehr als nur vorgegebene Regeln befolgen, er will die Systeme selbst verändern. Das macht die Figur des Hackers und seine Tätigkeit schillernd und mehrdeutig. Mit Texten von Hannes Gassert, Verena Kuni, Claus Pias, Felix Stalder und Raffael Dörig.

Der erste Band der Reihe «Edition Digital Culture» erschien 2014: «Political Interventions» fragt, in welchem Verhältnis Kunst zur Politik steht? Lassen sich die Anliegen der Politik mit den Anliegen der Kunst verbinden? Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Medien im Spannungsfeld von Kunst und Politik? Eine exemplarische Rolle in diesem Buch spielt das Werk der beiden Schweizer Medienkünstler Christoph Wachter & Mathias Jud. Sie haben mit ihrem Projekt ‹Zone*Interdite› öffentlich zugängliche Bilder von militärischen Sperrzonen gesammelt und konnten als Erste eine dreidimensionale Rekonstruktion des US-Gefangenenlagers ‹Guantanamo Bay› auf Kuba erstellen. Die Publikation zeigt, warum solche Fragestellungen nicht nur in den Bereich von Politik und Gesellschaft, sondern auch zur Sphäre der Kunst gehören. Mit Texten von Mercedes Bunz, Dieter Daniels, Stefan Heidenreich, Anke Hoffmann, Dominik Landwehr und Boris Magrini.

Alle Publikationen wurden von Dominik Landwehr für das Migros-Kulturprozent herausgegeben und sind zweisprachig in Englisch und Deutsch.

Der Schuber kann auf der Webseite des Christoph Merian Verlages bestellt werden.

Edition Digital Culture: Bände 1-6
September 2019, 1628 Seiten, 236 Abbildungen, broschiert.
12,5 x 19 x 11,5 (B x H x T), Deutsch/Englisch.
ISBN 978-3-85616-899-5

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