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Lecture & Workshop

Things to Say

Artist / Referent

Jürg Lehni und Alex Rich

Veranstaltungen

Sa 04. April 2009, 15:00, St. Gallen

Mit «Things to Say» zeigt die Kunst Halle St. Gallen eine grosszügige Präsentation des Duos Jürg Lehni und Alex Rich, die sich auf spielerische Weise mit der Entwicklung von Drucktechnologien, den Schnittstellen zwischen Maschine und Nutzer und der Vermittlung von Information beschäftigen. Die Künstler thematisieren das unerschlossene Potential alltäglicher Technologien und deren Fähigkeit, von Designern und Ingenieuren nicht vorgesehene Funktionen zu erfüllen. Am 4. April 2009 um 15 Uhr präsentiert :digital brainstorming ein Künstlergespräch mit Jürg Lehni und Alex Rich sowie einen Workshop, bei dem alle ausgestellten Maschinen von den Besuchern benutzt werden können.

In der Kunst Halle zeigen Lehni & Rich einige ihrer zeichnenden, sprayenden, stanzenden Roboter, die als Kommunikations- und Gestaltungswerkzeuge für die Künstler wie auch die Besucher dienen. Zum Beispiel Hektor (entwickelt 2002 von Lehni in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Uli Franke), ein Graffiti-Roboter, der – angetrieben von zwei Motoren – in wackeliger Manier die Hand des Künstlers imitiert. Lehni und Rich laden aber auch die Besucher ein, aktiv zu werden und kreativ zu agieren, z.B. können diese mit Lehnis und Richs Werk News ausgewählte Schlagzeilen des Tages auf Postkarten drucken und sie dann in die Welt zurückschicken. Bei Empty Words stanzt ein Plotter vom Benutzer ausgewählte Worte aus Papier aus. Man wird hier aufgefordert, die Balance zwischen Selbstdarstellung und technologischer Einschränkung zu finden, und darf die entstandenen Plakate mit nach Hause nehmen. Mit Wood Work ensteht in der Kunst Halle eine kleine, besondere Druckerei: eine Spezialfräse stanzt Löcher in eine Holzplatte, die anschliessend als Druckvorlage benutzt werden kann. Die enstandenen Kunstwerke können sofort ausgestellt werden. Schliesslich zeichnet Viktor mit Kreide direkt auf die Wände des Ausstellungsraums und rundet das Projekt auf eine spektakuläre Art und Weise ab.

Viktor und seine Geschwister sind Maschinen, aber gleichzeitig auch Aussagen über das heutige Desktop-Publishing-Design mit seinen Standards und Softwares, die einen grossen Einfluss auf die Ästhetik unseres Alltags haben. Sie können auch als Aufruf gelesen werden, die Einschränkungen und vorgegebenen Funktionsabläufe und Technologien nicht einfach zu akzeptieren, sondern sich die eigenen Werkzeuge wieder anzueignen und neue zu erfinden.

Die Austellung „Things to Say“ sowie die Ausstellung Kaleidoscopic Eye der mexikanischen Künstlerin Mariana Catillo Deball laufen vom 14. Februar bis zum 12. April 2009 in der Kunsthalle Sankt Gallen.

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