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Gewinner

Gewinner Werkbeiträge Digitale Kultur 2009

Artist / Referent

Veranstaltungen

Sa 04. April - Mo 31. August 2009, 10:00 bis 22:00

Das Migros-Kulturprozent hat zum dritten Mal digitale Werkbeiträge in der Höhe von 50’000 Franken vergeben. Die vier Gewinnerprojekte thematisieren nicht nur den gesellschaftlichen Wandel durch die digitalen Medien sondern gestalten diesen auch mit. Die Preise wurden im Rahmen des Basler Festivals für elektronische Künste "Shift" am Freitag, 23. Oktober 2009, vergeben.

Den Betrag von 20‘000 Franken erhält der Genfer Ulrich Fischer für sein Projekt „Walking the Edit“: Der Rezipient läuft dabei mit einem Smartphone mit GPS durch die Stadt Genf. Sein Weg durch die Stadt legt die Abfolge kurzer vorgefertigter Filmsequenzen über die besuchten Orte fest. Der gesamte Film kann später auf dem Internet angeschaut werden.

hackteria ist ein transdisziplinäres Projekt, das auf die Entwicklung und Vermittlung einer offenen und kooperativen Experimentalkultur im Feld der Biowissenschaften zielt: Mithilfe zugänglicher Werkzeuge und Technologien, geprägt von "Open Source" und "Do-it-Yourself"-Ansätzen wird eine wissenschaftlich-künstlerische Auseinandersetzung mit dem belebten Mikrokosmos betrieben. So entsteht momentan ein kostengünstiges Mikroskop, das mittels einer umgebauter Webcam funktioniert. Die Jury spricht Marc Dusseiller aus Zürich für sein Projekt 15‘000 Franken zu.

10‘000 Franken gehen an Alexandre Joly aus Petit Lancy für die Realisation einer Klanginstallation, bei der er 80 Tannen mittels Vibrationsmotoren zum Klingen bringt. In Jolys künstlerischem Universum verwandelt die Technologie die Natur in einen surrealen und poetischen Spielplatz. Eine verzauberte Welt - die gleichwohl freimütig zeigt, wo der "Knopf zum Ein- und Ausschalten" ist.

Anna Kanai und Tian Lutz vom Zürcher Kollektiv publiclab erhalten 5000 Franken für ihr Projekt HitHit. Kernelement des Projekts ist ein Boxautomat im öffentlichen Raum. Dieser lädt dazu ein, die eigenen Kräfte auszuprobieren. Dabei werden ein Video des „Schlägers“ zusammen mit einer Sprachnachricht ins Internet geladen. Interessant wird der Prozess sein, der durch seine Aufstellung im öffentlichen Raum initiiert wird.

Verständliche Projekte
Die 4-köpfige Jury mit Raffael Dörig vom Medienkunstforum Plugin in Basel, Verena Kuni, Kuratorin aus Frankfurt, Stephan Noel, dem ehemaligen künstlerischen Leiter des Festivals Belluard in Fribourg, sowie Raphael Rogenmoser von der Abteilung Pop und Neue Medien des Migros-Kulturprozent hat unter 30 eingereichten Projekten auswählen können. Wichtig für die Beurteilung war nicht nur der innovative Charakter der Eingaben. Gesucht wurden auch umsetzbare und für ein breites Publikum verständliche Projekte. Die Projekte sollen allgemein auf den gesellschaftlichen Wandel durch die digitalen Medien aufmerksam machen.

Ausschreibung 2010 und DVD
Die Ausschreibung für die Werkbeiträge in der Digitalen Kultur 2010 erfolgt im nächsten Frühling. Eine Publikation sowie eine DVD zu den Werkbeiträgen bieten den Kunstschaffenden eine weitere Plattform. Die Publikation 2008 mit den Projekten von UBERMORGEN.COM, Flo Kaufmann, Daniel Imboden und der Künstlergruppe [anyma] ist vor Kurzem im Christoph Merian Verlag Basel erschienen und wird am Festival Shift präsentiert. Die DVD samt Publikation kostet Fr. 24.- und kann unter www.merianverlag.ch bezogen werden.

Das Förderprojekt „Werkbeiträge Digitale Kultur“ des Migros-Kulturprozent existiert seit 2007. Hingegen engagiert sich das Migros-Kulturprozent bereits seit 1998 im Bereich digitale Kultur und Medienkunst. Dazu zählen die Veranstaltungsreihe digital brainstorming, der Medien- und Robotterwettbewerbfür 8- bis 20 Jährige bugnplay.ch oder homemade-labor, das Labor für Musik und Medien, sowie Do-it-yourself-Sound Electronics.

Ausserdem
Lectureperformance

Robo-Stories und Robo-Sound

Eine Performance zum Thema Roboter mit Musik und Literatur - gestaltet von Philipp Theisohn und Bit-Tuner.

Winterthur
Performance

Initiation

Ein Abend für Grenzerfahrungen zu der Beziehung von Mensch und Maschine. Im Zentrum steht ein raumfüllendes Pendel der Westschweizer Künstler encor.studio.