U5

Das Zürcher Kunst-Kollektiv U5 hinterfragt den Geniestatus des singulären Künstlers und die individuelle Autorschaft.

Die Zusammenarbeit nahm 2007 an der Zürcher Hochschule der Künste ihren Anfang. Die Arbeitsmethode des Kollektivs basiert auf gemeinsam vereinbarten Grundprinzipien: Alle Mitglieder sind gleichberechtigt, alle Werke entstehen in Zusammenarbeit; An- und Abwesenheit beeinflussen die Arbeit gleichermassen. Seit der Gründung werden alle Arbeitsprozesse mit Hilfe einer selbstentwickelten Live-Kamera PALM in Echtzeit dokumentiert und archiviert. Das Anhäufen von digitalen sowie analogen Materialien ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, ist Ballast und Fundus zugleich. Der Umgang mit diesem absurden Ausmass von Material und Daten bildet die Grundlage der Produktion.

Seit 2011 betreibt U5 ein halb-öffentliches Studio, das sowohl als Atelier, wie auch Veranstaltungsort dient. Das Atelier ist Produktionsort für Objekte, Kostüme, Filme, Requisiten, Installationen und Performances, die zwischen natürlich, künstlich, fiktiv und virtuell oszillieren. Sie werden mit Sound, Tanz, Essen und Getränken, Duft, Nebel und Licht kombiniert und dann im Ausstellungsraum zu immersiven Installationen zusammengesetzt. Solche Ausstellungen sind kein absolutes Endprodukt, sondern können wiederum Ausgangspunkt für weitere Produktionen sein. Es sind Möglichkeitsräume in denen etwas passieren kann, was nicht präzise vorgedacht wird, was aber Reaktionen und Handlungen provozieren kann.

Seit 2015 setzt sich U5 mit historischen und aktuellen Zugangsweisen zur Forschung in der Kunst auseinander, insbesondere mit Ansätzen, welche die Disziplinen überschreiten und dabei neue Formen von Kunst und Wissen hervorbringen.

Ausserdem